Da ist nichts als TEXT. Zeile für Zeile.
Doch im Kopf entsteht eine ganze WELT.
Eine Gegen-Welt.
Voller Schönheit, Dramatik, Leidenschaft.
Verfasst am 13.07.2010 23:08:17 Uhr **
Da sitz ich nun bei meinem Physio-Matthias und blättere in seinem Therapieordner.
Blockaden lösen, vergessene Trauma freilegen, Konstrukte aufdröseln, egal wie man es nennt.
Ich sitze wie gelähmt.
Eine Woge erfasst mich und tausend Gedanken geben sich die Klinke in die Hand, hängen das Kellerordnungsschild weiter und machen sich gegenseitig dafür verantwortlich, in meinem Kopf Unheil anzurichten. Am Liebsten möchte ich mich verstecken, um in meinem Versteck der Mittelpunkt zu sein, auf mich aufmerksam zu machen.
Ich möchte auf keinen Fall alleine sein und könnte grad keinen Zentimeter Nähe vertragen.
An Schlafen ist seit Wochen nicht zu denken, der Schmerz hält mich wach und nun kommen die bewegten Erinnerungsbilder hinzu.
Zurück zu meinem Ich, frag ich mich mal wieder, wo dieses ist. Das Abbild was ich sehe, empfinde? Oder das, welches mir entgegen gespült wird, oder Nichts von Alledem.
Diese Zeilen schrieb ich vor ein paar Tagen und lesen sich heute so Nichtig und kleinlich.
Vor ein paar Tagen machte sich ein kleines Sternenkind auf seinen Weg, gestern habe ich es erfahren und ich bin so traurig , gelähmt, hilflos.
Fühle mich versetzt in eine Zeit, die mich ständig begleitet und doch so lang her schien, bis zu dem Moment, wo ich konfrontiert werde.
Es tut mir so unendlich leid!
Meine Gedanken sind heute bei Patrick, bei dem neuen Sternenkind und all Jenen, die da oben auf uns warten, wo auch immer dieser Platz sein wird....
Irgendwann, Irgendwo..............
Deutschland strahlt und die Sonne lacht.
Wer das Spiel zwischen den Niederlanden und Brasilien gesehen hat, wird mir sicher bestätigen, das diese WM voller Überraschungen steckt.
Für mich persönlich wird das “Vorher”, “Dazwischen” und “Hinterher” immer mehr zum Erlebnis, ich freue mich darauf, wie auf ein Sahnebonbon.
Die Waldorf´s und Statlers der ARD: Delling und Netzer.
Brillianter Schlagabtausch, gepaart mit Witzeleien über den Anderen, der Seinesgleichen sucht. Einfach nur herrlich und manchmal hochwertiger als das gesamte Spiel. Da witzelt der Delling über Netzers “Kaffeesatzleserei”, während dieser nonchalant dem Delling unter die Nase reibt, das er nur Schwachsinn redet und es ziemlich anstrengend ist, da zuzuhören. Interpretationen seinerseits wären da bitte nicht zu erwarten. Am Allerschönsten sind jedoch Netzers Mimiken, die allein schon ausreichen um den Unterhaltungswert ins Höchste zu treiben.(( Ich warte immer drauf das die "Dritten" das Weite suchen, bei diesem Video**))
Morgen wirds allerdings etwas schwierig.
Ich arbeite und das auch noch solang, das ich von der ersten Halbzeit kaum etwas mitbekomme. Um 20.00 Uhr sollte ich bereits auf einem Konzert sein. Am Besten wäre es also bitte, bitte, bitte (!!!!!!) Das Spiel in der zweiten Halbzeit für Deutschland zu entscheiden. OHNE Nachspielzeit und OHNE Elfmeterschießen!
Ja, bitte, ich nehme die Spannung ja deswegen nicht aus dem Spiel, aber so kann ich zwischen Duschen, Kaffeetrinken und “Ausgehfertig-machen” vielleicht die Spielsequenzen, die wichtig sind, mit einem Auge mitverfolgen und anschließend mir von “Waldorf und Staler” nochmal ausführlich erklären lassen.
Ich bin überzeugt, das wir das morgen schaffen!
(Immerhin haben wir schon beim Grand Prix gesiegt und wer hätte das denn gedacht??)
Ich gebe ja zu, eigentlich bin ich noch immer hier in diesem Haus, welches irgendwann mal Zuflucht war, für all die Gedanken und Themen , welche mich schlaflos machten oder einfach geschrieben werden wollten. Mittlerweile ist es überall staubig und fürchte auch eher ein Seniorenheim , mit Hang zu Wiederholungen.
Ich möchte mich für die lieben Kommentare bedanken, gerade bei Lutz, schön Dich ab und an zu lesen oder zu wissen, das du noch vorbeischaust.
(( Bin im Übrigen im August eine Woche in Urlaub in Struppen/Neudorf))
Bedanken möchte ich mich auch für das Lied, welches eigentlich auch Anstoß war, hier mal wieder ein paar Buchstaben einzufügen.
Auf der Suche sind wir ja im Normalfall immer nach etwas, dem Schlüssel, dem Schnäppchen oder dem Ziel schlechthin. Für mich sind das mittlerweile alles Dinge, die sich fügen, ergeben oder auf mich zukommen werden. Das letzte Jahr habe ich mich verändert, ein paar Kilos mehr, dafür ist die Zigarette weg und wenn ich heute in den Spiegel sehe, dann sehe ich keine Fragezeichen mehr. Ich kann mich endlich ertragen, muss mich nicht ständig hinterfragen, nicht in Zweifel ziehen.
Ich bin verliebt.
Noch nie habe ich so gefühlt, so unumwunden sicher und klar und es gab weißgott Beziehungen, die ich auf ein Podest erhob und als Maßstab nahm. Nicht bei ihm.
Der erste Blick traf mich ins Herz und der erste Kuss zog mir die Beine weg. Unbeschreiblich, wie die Mauer bröckelte und in dem einen Jahr alles mitnahm, was sich dahinter versteckte.
Es geht mir gut, verdammt gut.
Der Maulwurf taucht unter)
In meiner Freizeit sitze ich jetzt viel bei den Ärzten herum und lerne viel von Schmerzspritzen und Uneinigkeiten verschiedener Studienpartner. Ich studiere das Verhalten von leidenden Patienten und verbinde das mit Betrachten von Bildern des letzten Golfturniers meines Orthopäden. Ich hab jetzt einen eigenen Physiotherapeuten, der gelegentlich meine Beine um die 180 Grad dreht, mir seinen Daumen in die Gelenke bohrt und spannend darauf wartet, wann ich denn zuschlagen werde.
Ja, so gesehen geht es mir wirklich gut, verdammt gut.
Meine Mutter heißt nicht mehr, wie einst, als ich in den Windeln lag, ich hätte um ein Haar letzte Woche bei einer Dachser-Hochzeit einen Brautstrauß gefangen, ich war im Musical , in der Therme , bei Konzerten, im Kino.
Ich lebe und ich suche nicht mehr, endlich nicht mehr.
Das Schlimmste ist wohl,
wenn man krampfhaft versucht,
seine eigenen Gedanken einzuholen
um dann festzustellen,
das man im Handeln schon einen Schritt voraus ist.